Bodelschwingh

Aufnahme ins Haus Limpurg 1860
(Einheirat 1860: v. Stein zu Nord- und Ostheim)

Ev. -- Westfälisches Adelsgeschlecht der Grafschaft Mark mit gleichnamigem Stammsitz nordwestlich von Dortmund. Das Dorf "Bodelswenge" wird 1220 erstmals urkundlich genannt, 1302 das Haus Bodelschwingh. Damals führte das Geschlecht noch den Namen "Speke" (vielleicht nach dem Gut Speke, das zwischen Hattingen und Werden lag), 1320 aber nannte es sich bereits nach seinem Haus "de Bodelswinge". Infolge der Belehnung mit der Herrlichkeit Mengede durch die Freie Reichsstadt Dortmund am 9.9.1421 wurde die Familie zu einer der reichbegütertsten des märkischen Adels. Die Lehnshoheit wurde 1634 durch Kauf erworben, seitdem "Reichsherrlichkeit Mengede".
Die Linie Bodelschwingh zu Bodelschwingh starb 1753 im Mannesstamme aus. Haus Bodelschwingh gelangte auf dem Erbwege zunächst an die Bodelschwingh zu Velmede, die sich mit Reiner v. Bodelschwingh 1636 abgezweigt hatten ( Reiner v.Bodelschwingh), 1788 an Carl Freiherrn v. Plettenberg, der den Namen "Bodelschwingh-Plettenberg" annahm, 1907 an Dodo Freiherrn zu Innhausen und Knyphausen, Grafen v. Bodelschwingh-Plettenberg.


Literatur:
Richard Borgmann, Geschichte des Hauses Bodelschwingh (mit Stammtafeln), in: Kultur und Heimat (Castrop-Rauxel), 16. Jg. (1964) S. 77-121.
GHdA, Adelige Häuser A, IX (1969).
Adelslexikon, Bd. I (1972).

Abkürzungsverzeichnis