Lepel

Aufnahme ins Haus Limpurg 1819
Einheirat 1818 über Günderrode

Ev. -- Adelsgeschlecht aus Pommern und Mecklenburg. Der Ritter Gerhard Lepel, Truchseß des Fürsten Johann von Mecklenburg, wird 1236-1241 mehrmals urkundlich genannt, erstmals in einer am 12.5.1236 in Gadebusch ausgestellten Urkunde, in der "Gerhardus Lepel" als Zeuge für die Gründung des Nonnenklosters Rhena angeführt wird. Offensichtlich wurde ihm nach seinem Hofamt der Neck- oder Spitzname "Lepel" (plattdeutsch für Löffel) gegeben. Seine Söhne, die Ritter Gerhard und Dietrich, sind die Stammväter der beiden Stämme in Mecklenburg und Pommern. Auf der Halbinsel Gnitz (Insel Usedom) liegen die Stammgüter des pommerschen Stammes: Neuendorf, Netzelkow und Lütow (bis 1945 in Familienbesitz). Letzter Eigentümer: Franz-Karl Frhr. v. Lepel). - Erster Vertreter der Familie auf Alten-Limpurg war Georg Ferdinand Frhr. v. Lepel (1779-1873).

Anerkennung des Freiherrnstandes durch König Jérôme von Westphalen für Gottlieb Christoph Gustav v. Lepel (1746-1813)) (Kassel 26.3.1812). Anerkennung des Freiherrnstandes im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha für die Nachfahren des Georg Ferdinand Frhr. v. Lepel (1779-1873)) (Gotha 3.1.1880 und 14.4.1885). Anerkennung des Freiherrnstandes durch das preußische Heroldsamt für Emil Frhr. v. Lepel (1872-1941) (Berlin 4.9.1900).

Der am 25.11.1876 in Wieck bei Gützkow (Vorpommern) unter der Bezeichnung "von Lepelsche Familienstiftung" gegründete Familienverband führt heute den Namen "Verband der Familie v. Lepel e.V.". Er ist seit 1961 gemeinnützig und im Vereinsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen. Er hält derzeit alle 2 Jahre einen Familientag ab. Vorsitzender: Felix v. Lepel.

Literatur:
Curt v. Lepel, Präsenzliste des Geschlechts von Lepel (Siegburg 1888).
Curt v. Lepel, von Lepel`sches Jahrbuch, Heft I (Berlin 1898).
Curt v. Lepel, 20 v. Lepelsche Stammtafel, 1902 (mit 2 Nachträgen 1908 und 1914).
Hellmut Hannes, Die Insel Usedom und der Gnitz -- Stammheimat der Familie v. Lepel, Privatdruck 1983.
GHdA, Frhrl. Häuser A, I (1952).
GHdA, Frhrl. Häuser A, VII (1969).
Adelslexikon, Bd. VII (1989).
Historisch-Genealogisches Handbuch der Familie v. Lepel (Lepell) auf der Grundlage familienge-schichtlicher Quellen erarbeitet durch Andreas Hansert und Oskar Matthias Frhr. v. Lepel unter Mitarbeit von Klaus Bernhard Frhr. v. Lepel und Herbert Stoyan, Insingen 2008

Abkürzungsverzeichnis