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Kettenburg

Aufnahme ins Haus Limpurg 1837
Einheirat 1836 über v. Günderrode
Erloschen 2007

Zunächst ev., seit 1852 kath. -- Lüneburgisches Adelsgeschlecht, das unter dem Namen "Voget" im lüneburgischen Lehensregister 1344-1365 zuerst erscheint. Johann Voget trat 1470 seine Höfe zu Valbeck und Stellichte tauschweise an Herzog Otto von Braunschweig-Lüneburg ab und bekam dafür Burgstelle, Mühlenstelle und Teich zur Kettenburg ("Borchstede, Molenstede und Dykstede tor Kedenborg"). Er trug sie dem Herzog zu Lehen auf und erhielt die Erlaubnis, sich dort eine Veste zu bauen. (Eine erste "Kedenborg" war als herzogliche Burg zwischen 1340 und 1347 zur Sicherung gegen das Stift Verden gebaut worden. 1371 wurde sie von Herzog Magnus von Braunschweig-Lüneburg dem Bischof von Verden verpfändet, 1383 abgebrochen.) Johann Voget war herzoglicher Rat und Vogt zu Celle. 1488 nannte er sich "Johann von der Kedenborg, anders geheten Johann Voged". Vermutlich war inzwischen der Bau der zweiten Kettenburg erfolgt.
Ein Nachkomme des Johann, Franz v. der Kettenburg, kam 1623 nach Mecklenburg und erwarb die Rittergüter Matgendorf bei Teterow und Wüstenfelde bei Grimmen. Die Linie in Kettenburg starb 1744 aus, worauf die Vettern in Mecklenburg (u. a. Franz Heinrich) mit den Rittergütern Kettenburg und Hünzingen belehnt und in die Ritterschaft des Fürstentums Lüneburg aufgenommen wurden. Die Burg vom Ende des 15. Jhs. war damals bereits verfallen und wurde durch ein neues Schloß (in dem Ort Visselhövede-Kettenburg westlich von Soltau) ersetzt (abgebrochen 1955). Der erste Alten-Limpurger war Kuno August Peter v. der Kettenburg.

Österr. Freiherrnstand 9.12.1862 (Diplom Wien 22.3.1863), mecklenburg-schwerin. Genehmigung zur Annahme 22.11.1872, beides für Kuno August Peter v. der Kettenburg.

Literatur:

Eduard Sigismund v. Fehrentheil und Gruppenberg, Ahnentafeln des gesammten jetzt lebenden stiftsfähigen Adels Deutschlands (Regensburg 1864-1868). Enthält die Ahnentafel für Kuno v. der Kettenburg (+ 1882) auf 128 Ahnen.
F. Grütter, Geschichte der adeligen Familie von der Kettenburg im Fürstenthum Lüneburg, in: Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen, Jg. 1878, S. 49-75.
GHdA, Frhrl. Häuser A, I (1952).
Adelslexikon, Bd. VI (1987).

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Wappen Kettenburg

Wappen

(Stammwappen): In Silber ein gezinnter roter Turm, um den außen eine eiserne Kette geschlungen und vor dessen offenem schwarzen Tor durch ein Vorhängeschloß zusammengehalten wird. Helmzier: Der Turm wie im Schilde. Decken: rot-silbern.

Wappen (1863): In Silber gezinnte dreitürmige rote Burg; auf dem mittleren Turm eine blaugekleidete Jungfrau mit goldenem Haar, in den gefalteten Händen eine goldene Kette haltend, die durch 2 Schießlöcher zum Turm herabhängt und durch ein goldenes Vorhängeschloß zusammengehalten wird. 3 gekrönte Helme mit rot-silbernen Decken: Auf dem rechten die Jungfrau wachsend vor einem naturfarbenen Pfauenwedel, auf dem mittleren zwischen 2 von Rot und Silber übereck-geteilten Büffelhörnern ein rechtsgewendeter naturfarbener Jagdfalke, auf dem linken ein roter Zinnenturm der oben mit 7 abwechselnd roten und silbernen Fähnchen an goldenen Stangen besteckt ist und aus dessen beiden Schießlöchern die goldene Kette mit dem gleichfarbenen Vorhängeschloß bis zum offenen schwarzen Tor herabhängt. [1] Wappenspruch: Nec catenae resistunt.

  1. Im Alten-Limpurger Wappenbuch von 1622 wurde nur eine reduzierte Form dieses Wappens nachgetragen; wie bei den meisten anderen Wappen fand auch bei der Familie Kettenburg die Darstellung aus diesem Buch für den vorliegenden Band Verwendung. Die Schwarzweißreproduktion einer Wappendarstellung, die weitgehend mit der obigen Beschreibung identisch ist, findet sich in der ersten Auflage dieses Handbuchs von 1971, S. 357.

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